Benny baut nun Expeditionsmobile:

FRM Technik

Umbauzeitraum:
03/2009 - Ende 2010

Die Grund Idee war von Anfang an, ihn so kompakt und leicht wie möglich zu bauen!
Der Aufbau hat folgende Aussenmaße: 4,50 m lang, 2,36 m breit und 2 m hoch.

Die Daten:
Mercedes 1017 AF, Baujahr 1978, beim Kauf waren gerade mal 23.000 km auf der Uhr, Stand März 2013 ca. 90.000 km, er hat einen OM 352 Motor mit 5,6 l Hubraum der eine Leistung von 168 PS aufbringt, technisch zul. Gesamtgewicht 12 to, abgelastet auf 7,5 to, Leergewicht ohne Aufbau ca. 5,4 to.
Alle Um- und Ausbaumassnahmen sowie Sonderanfertigungen wurden von mir gebaut bzw. geschweißt.

So sah er am Anfang aus:

 

 

 

 

 

Ausrüstung:

- 4 x Sandbleche
- diverses Bergematerial wie Spaten, Bergegurte, Hebekissen, usw.
- 4 x Gleitschutzketten
- 2 x komplette Reserveräder
- Moped 80 ccm
- ein großes Sortiment an Werkzeugen
- Stromerzeuger 230V, 1,8 kW

Hier noch Bilder vom Endstadium der Bauphase und des reisefertigen Fahrzeugs:

 

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Die CD zum Fahrzeug bzw. Planung und Bau eines Fernreisemobils
gibt es in unserem Shop.

Zum Schluß möchte ich euch noch ein paar Eigenschaften bzw. Vor- und Nachteile des 1017er beschreiben.

Der 1017er eignet sich meines Erachtens sehr gut als Basisfahrzeug, seine Stärken liegen für seine Klasse wohl im recht günstigen Unterhalt, der Verbrauch kann mit ehrlichen 20 Litern gerechnet werden und das bei einem Reisegewicht von ca. 9 to.
Ich habe ihn nun schon mit 17,6 aber auch mit 22,5 Litern Verbrauch bewegt das sind natürlich nur Werte die auf gut ausgebauten Straßen erzielt werden, hier hängt es in erster Linie von der Reisegeschwindigkeit ab (ist natürlich auch von der jeweiligen Reifengröße und der Übersetzung abhängig).
Anfangs lag unsere Reisegeschwindigkeit bei 80-85kmh (verbrauch 22 Liter) nun liegt sie bei
70-75kmh (verbrauch 19 Liter).

Das Getriebe ist stimmig zu fahren man wünscht sich am Berg aber hin und wieder einen halben Gang zwischen dem 3. und 4. da der Sprung vom 3. auf den 4. recht groß ist.

Leistung, ja Leistung kann man eigentlich nie genug haben aber die ca. 170 PS störten mich meistens nur im Sand und in den Bergen, dort kann es schon mal vorkommen das ich über die wenigen PS fluche und wünsche mir dann einen 1019er oder besser noch einen 1222er … und am besten noch ein paar Gänge mehr ... aber sei es wie es will er entschädigt einen dafür mit geringerem Verbrauch.

Die Ersatzteil Versorgung ist zur Zeit noch sehr gut, ich habe bis jetzt in Deutschland alle Teile innerhalb von 2-3 Tagen bekommen.

Im Offroad Einsatz macht er einiges mit, das Fahrgestell ist sehr robust gebaut mit seinem Leiterrahmen, Starrachsen und Blattfedern ist er natürlich recht bockig im Gelände aber das sind die allermeisten LKWs in dieser Klasse.
Mit seinem zuschaltbarem Allrad dem Untersetzungsgetriebe und der Differenzial Sperre an der Hinterachse ist er gut ausgestattet.

Der Öl Verbrauch ist bei unserem 1017er sehr gering, er nimmt sich auf 10 000 km gerade mal 1,5-2 Liter (10W40), dies kann aber nicht als Faustregel bezeichnet werden, es ist bei diesen Motoren fasst schon normal das der Verbrauch bei 1 Liter auf 1000 km liegt.

Der Geräuschpegel im Fahrerhaus, da sind wir uns einig ist recht gut auszuhalten, der Durchgang zur Kabine macht es natürlich etwas lauter, ich denke aber das es einige Leute auf Dauer stören kann.

Der Kaltstart ist schon ab +5 Grad nicht schön und alles was in die minus Grade geht ist die Hölle, ich hatte nun schon ein paar Unimogs mit dem selben Motor (OM352) die um einiges besser anliefen und vor allem ist die Rauchentwicklung im Gegensatz zum OM352 mit Turbolader geringer, das liegt aber daran das meine Unimogs keinen Turbolader hatten, die Verdichtung bei Saugermotoren ist meist höher, dadurch ist die Eigenschaft der Selbstzündung (Direkteinspritzer) natürlich besser.
Ich heize den Motor schon ab +5 Grad mit der Eberspächer Heizung vor, dort reichen 20 min. völlig aus und der Motor startet einwandfrei, es sollte danach aber bei tieferen Temperaturen recht zügig losgefahren werden da ja nicht das Öl sondern nur das Kühlwasser vorgeheizt wurde.
Das Öl wird beim OM352 zum größten Teil durch einen Wärmetauscher mit dem Kühlwasser herunter gekühlt, somit kann aber auch das Öl das Kühlwasser welches ich gerade vorgeheizt habe wieder herunter kühlen und die Verbrennung wieder verschlechtern.
Achtung egal bei welchem Fahrzeug (Motor) auch immer, wenn man den Motor vorgeheizt hat, hat er noch lange nicht seine Betriebstemperatur die Warmfahrphase entfällt dadurch nicht!

 

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